Tania Maria

 

 

Tania Maria & hr-Bigband:

Tania Maria - Klavier & Vocals
Heinz Dieter Sauerborn - as/ss/fl/cl
Oliver Leicht - as/fl/a-fl/cl
Tony Lakatos - ts/ss/fl
Julian Argüelles - ts/fl/a-fl/cl
Rainer Heute - bs/b-cl/bass-s
Martijn DeLaat - tp/fl-h
Thomas Vogel - tp/fl-h
Martin Auer - tp/fl-h
Axel Schlosser - tp/fl-h
Günter Bollmann - tb
Peter Feil - tb
Christian Jaksj° - tb
Achim Hartmann - btb
Martin Scales - guit
Thomas Heidepriem - b
Farouk Gomati - perc
Rodrigo Villalon - perc
Jean Paul Höchstädter - dr

Leitung: Jörg Achim Keller 


Tania Maria Trio:

Tania Maria - Klavier & Vocals
Marc Bertaux - Bass
Hubert Colau - Schlagzeug

buchbar: Deutschland, Österreich, Schweiz



Latin

 

       

 

http://www.taniamaria.net

  

Tania Maria, die "Grande Dame" aus Brasilien, feierte mit der hr-Bigband ihr Debut im Frühjahr auf dem deutschen BHM Label, das es in 5 Jahren Existenz zu vier Grammys, 5 Jazzawards und 1 Edison Award gebracht hat. Für die ausgezeichnete Pianistin und Vokalistin, ist es eine besondere Zeit gewesen mit der hr-Bigband zu arbeiten. Großes Lob erteilte Sie damit dem Ensemble unter der Leitung von Jörg Achim Keller, der den südamerikanischen Kompositionen einen zusätzlichen Drive verpasste. „Big Band Samba“, mit Tania Maria am Flügel und an den Vocals – selten klang eine Bigband so herzhaft brasilianisch!

 
  

Geboren wurde Tania Maria in einer Familie von Amateur-Musikern in SŃo Luis, Nordwest-Brasilien. Dort begann sie im Alter von sieben Jahren Klavier zu spielen und war gerade 13, als sie die Hände – als erste Preisträgerin in einem regionalen Wettbewerb – in die Höhe warf. „Zu dieser Zeit war Bossa Nova von Rio bis nach New York, in großer Mode und die pfeffrige Note „Jazz“ eher ein als exotisches Gewürz zu verstehen“ erinnert sie sich.

Nur drei Jahre später versucht diese talentierte junge Frau mit einer glänzenden Zukunft, sich leider wieder von der Musik loszureisen und widmete sich dem Studium der Rechtswissenschaften. Es war glücklicherweise nur ein Versuch, aber wieder einmal bezeichnend für die Biografien besonders vieler weiblichen brasilianischer Künstlerinnen, zuerst abzuwägen ob sie sich dem risikobehafteten, sogenannten „Amazonas Becken“ aussetzen wollen.

Ihre Finger suchten aber weiter nach den Blue Notes der schwarz-weißen Tasten und schließlich war die Sehnsucht nach dem Klavier größer, und der Ruf zur Musik verpflichtete sie mit mehr Leidenschaft denn je.

Bereits 1969 zeigten ihre ersten musikalischen Darbietungen ihr Potenzial und ihre Vorlieben: Eine erstaunliche Mischung aus brasilianischen Rhythmen und Jazz-Harmonien, untermauert durch eine bemerkenswerte natürliche Begabung für ausgefeilte Melodien.

Nach 36 Jahren und 25 Alben, und Hits wie "Pikant", "Come With Me" und "Made In New York", ist Tania Maria als eines der ganz großen Talente der brasilianischen Musikszene international tätig. Sie hat seit vielen Jahren im und besonders außerhalb des „Amazonas-Beckens“ überlebt. Ihre unverwechselbare Stimme, mit schwülen tiefem Timbre, die pulsierenden Grooves und ihr stark akzentuierter und perkussiver Anschlag auf dem Klavier, sind zu ihrem Markenzeichen geworden und werden durch die feinen Arrangements der hr-Bigband auf „It’s Only Love“ besonders zur Geltung gebracht.

Seit den 80er Jahren lebt sie in zwei Metropolen: New York und Paris, und beabsichtigt das auch weiterhin. Sie ist auf fast allen wichtigen Jazz-Festival der Welt, von Montreux bis New Orleans, Tokio und Nizza aufgetreten und spielte die fabelhaftesten Clubs der Szene, wie dem Blue Note in New York und Tokio. Tania Maria ist eine versierte Künstlerin, die sich immer zum Jazz hingezogen fühlte, jedoch hat sie die grundlegenden Beats aus ihrer Heimat „Choro“ und „Samba“ nie vergessen.

 
  

„Außer einer Tania Maria in einem ihrer besten Momente, was Musikalität und Kommunikation mit dem Publikum angeht, brillierte aber auch die Bigband mit viel Feuer für ein Repertoire voller brasilianischem “suingue”.“ Jazztethik

„Tania Maria, Grande Dame des Samba-Pianos und Sängerin mit sympathischem Understatement, heizt hier unter exzellenter Mitwirkung der hr-Bigband ordentlich ein.“ Stereo

„Das Konzert wurde 2007 in Darmstadt aufgezeichnet und bietet feinperligen bis ordentlich zupackenden Latinjazzfunk mit bestens sortiertem, großem Besteck, Virtuosität und Groovearbeit aus der Edelabteilung. Tipp! Drums & Percussion

„Funky Kracher wie „Confusion“ wechseln mit dem Latin-Feuer von „Dear Dee Vee“, ihr großer Hit „Come with me“ ist dabei, ebenso eine Bossa-Ruhepause mit „Valeu“. Und immer wieder lassen Kellers Arrangements Luft für famose Soli, etwa von Tony Lakatos`Tenorsax oder Günther Bollmanns Posaune.“ (Jazzthing)„Das Livealbum ist ein vitaler Mix aus brasilianischem Pop und Jazz. Zudem besticht es durch kristallklaren, dynamisch druckvollem Sound. Spielfreude und Dialog der Musiker sind hier mit jedem Ton spürbar und ansteckend. Die Arbeit mit der HR-Bigband scheint sich jedenfalls wie eine Frischzellenkur auf Tania Maria und ihre Musik ausgewirkt zu haben. So inspiriert und leidenschaftlich wie auf IT’S ONLY LOVE hat man sie lange nicht erlebt.“ Tonart Magazin

 
  

hr-Bigband und Tania Maria in der Rüsselsheimer Jazzfabrik mit „Come with me“

Wenn Tania Maria flinkfingrig und percussiv in die Tasten des Flügels haut, einmal gar mit dem Ballen der rechten Hand Cluster aus den Saiten hämmert, und dazu wie in „Tranquility“ rasend scattet, wenn sie also ein temperamentvolles Feuerwerk ihrer Mixtur aus Funk und Jazz sowie dominierender, unverkennbar brasilianischer Populärmusik abbrennt, dann vermag man der 1948 geborenen Künstlerin ihr Alter nicht glauben. Gewiss, sie ist seit ihrem Durchbruch in den 1980er Jahren zur „Grande Dame“ Brasiliens gereift, doch ihre extrovertierte Performance auf der Bühne sprüht vor jugendlichem Charme.

Die hr-Bigband mit ihrer vorzüglich treibenden Rhythmusgruppe vor den satten und kraftvollen Bläsersections macht es ihr allerdings leicht. Längst sind die Zeiten vorbei, in denen Rundfunk-Bigbands als lässig swingende Tanzorchester das Publikum unterhielten. Raffinierte Arrangements mit komplexer Satzarbeit, verschachtelten Rhythmen und ungewöhnlichen Klangfarben stellten höchst professionelle Ansprüche an die Instrumentalisten. Die hr-Bigband wird diesen Anforderungen seit vielen Jahren gerecht, hat sich unter ihrem früheren Leiter Jörg Achim Keller mit zahlreichen Projekten von DaDa-Vertonung und Modest Mussorgsky bis Astor Piazzolla und Hermeto Pascoal einen untadeligen Ruf erworben. Auch Marko Lackner hat diese Ansammlung innovativer Solisten und Bandleader locker im Griff, steuert mit einer Handbewegung die Dynamik, hebt die Flöten und Saxophone wie in „Come with me“ auf einen samtenen Klangteppich oder treibt mit rotierender Faust die Blechbläser zu sich steigernder, gleißender Intensität. Keine Frage, dass Band-Mitglieder wie der Saxophonist Tony Lakatos mit seinem soulgetränkten Phrasen, Rainer Heute am warm grundierenden Bariton- oder Steffen Weber am expressiven Tenorsaxophon sowie der Trompeter Martin Auer mit strahlendem Ton neben anderen in ihren Soli bestechen.

Vor dieser bestechenden Klangkulisse kann sich Tania Maria mit ihrer tragenden Stimme und dem artistischen Klavierspiel voll ausleben. Sie singt gefühlvoll mit warmer Altstimme in den balladesken Stücken, verharrt aber nie lange in getragenen Passagen. In „Valeu“ folgt einer verspielten Piano-Intro, zu der sie - wie des Öfteren in diesem Konzert der Rüsselsheimer Jazz-Fabrik – die Melodie pfeift sowie einer warm klingenden, mehrstimmigen Bläserpassage ein sich kraftvoll entwickelnder Mittelteil, bevor die Komposition wiederum sanft ausklingt. Typischer für Tania-Maria, von der alle Kompositionen des Abend stammen, sind „Chuleta“ oder „Dear Dee Vee“, schnell und voller Kraft, mit hüpfender Percussion der Rhythmusgruppe, die gleich von zwei Percussionisten Farouk Gomati und Rodrigo Villalon sowie dem Schlagzeuger Paul Hochstädter gefüttert wird. Mit glissandoreichen, rasenden und expressiven Läufen beweist in „Eruption“ Gitarrist Martin Scales seine Virtuosität.

Mit humorvoller, teils selbstironischer Moderation hat die Grande Dame Tania Maria das Publikum im gut gefüllten Theater schnell im Griff. Dass sie in der Zugabe „Sangria“ die Fans mit schnellen Scat-Vokalisen zum Mitmachen auffordert, wohl wissend, dass es damit überfordert ist, wird ihr kaum jemand als Arroganz ankreiden wollen. „Come with me“ lautet der Titel des Programms. Die begeisterten Zuhörer folgten Tania Maria und der Big Band gerne.
www.jazzpages.com / Text: Klaus Mümpfer

 
 

 

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 On Tour

14.09.2011 - Bremen - Musikfest Bremen
30.07.2011 - CH - St. Moritz - Festival Da Jazz
 

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