Veronika Harcsa & Bálint Gyémánt

 

 

Veronika Harcsa (vocals)

Bálint Gyémánt (guitar)



Jazz

 

       

 

http://harcsaveronika.hu

  

Veronika Harcsa & Bálint Gyémánt - "Tell Her"

Als im Frühjahr 2014 das erste Duo-Album von Veronika Harcsa und Bálint Gyémánt erschien, löste es bei Presse und Publikum begeisterte Reaktionen aus. Die weitgehende Reduktion auf Gesang und Gitarre lassen die Songs von Lifelover ungewöhnlich transparent, direkt und intim klingen, gleichzeitig begeistert das Duo mit einer stilistischen Spannweite von Jazz bis zu kunstvollen Popfacetten. Vor allem aber fesselt Harcsas ungewöhnlich variable Stimme. Wenn sie durch Oktaven tänzelt, Tempi variiert oder halsbrecherische Scat-Kapriolen schlägt, vereint sie herausragendes Talent und juvenilen Esprit. „Harcsa is an amazingly versatile musician, a brilliant vocalist and gifted entertainer in the best sense. She has found her very own thing and performed it on a high level with great impact.” (allaboutjazz.com)

Zwischen der Veröffentlichung von Lifelover und dem neuen Album Tell Her ist eine Menge passiert. Wo mancher zunächst die erreichten Erfolge feiern würde, suchen Harcsa und Gyémánt beständig nach künstlerischem Fortschritt. „Wir haben sehr viel live gespielt, währenddessen über die Musik reflektiert und sie konstant weiterentwickelt“, sagt Veronika Harcsa, „so fanden wir zu einem noch umfangreicheren musikalischen Vokabular.“ Und, lässt sich hinzufügen, zu einer klugen Balance, die kraftvolle Aussagen trifft, indem sie ruhigere Momente zulässt. „Bei Lifelover experimentierten wir viel mit Klängen, die ich mit meiner Stimme erzeugen kann“, erinnert sich Harcsa. Inzwischen setzt sie ihre vielen Klangfarben noch pointierter und souveräner ein.

Die neuen Songs zeigen durch kompositorische Raffinesse und kluge Details eine Verfeinerung des Ausdrucks. Besonders fällt die couragierte Ausweitung der Dynamik auf. Veronika Harcsa und Bálint Gyémánt loten jene substantielle Tiefe aus, die leisen Passagen und langen Noten inne wohnt. Darin spiegelt sich auch Harcsas Beschäftigung mit anderen Projekten, die im Klassik-Bereich angesiedelt sind. Der Song Give Time beispielsweise ist von J.S. Bachs Cello Suiten inspiriert. Gleichzeitig steuerte Jeremy Friedman als Produzent Ideen bei, erweiterte das Klangspektrum behutsam durch Schwebe-Sounds oder Loops. „Wir wollten mit jemandem arbeiten, der mehr als wir selbst im Studio zuhause ist und sich daher ständig mit Soundmöglichkeiten beschäftigt“, erklärt Harcsa, „Jeremy lernte ich kennen, als ich während meiner Konzertserie in Berlin mit seinem Vater, dem Vibraphonisten David Friedman spielte.“ Auch Balint Gyémánt war schnell überzeugt: „Jeremy erfasste intuitiv unser Ziel, einen komplexen und modernen Sound zu kreieren.“

Obwohl Veronika Harcsa Musik und Texte der meisten Songs schreibt, legt sie Wert darauf, dass die Stücke letztlich eine Gemeinschaftsarbeit sind. Essentiell für den Sound des neuen Albums ist zweifellos, dass der virtuose Bálint Gyémánt nun ausschließlich akustische Gitarre spielt, wodurch Tell Her insgesamt ein wenig mehr Richtung Singer/Songwriter-Ästhetik rückt. Gyémánt hat klassische und Jazz-Gitarre studiert und erhielt 2007 als erster ungarischer Student ein Stipendium der Academy of Music Oslo.  

Veronika Harcsa ist eine passionierte Europäerin. Sieben Jahre vor dem Fall des eisernen Vorhangs in Budapest geboren, schätzt sie bis heute offene Grenzen. Seit Jahren pendelt sie zwischen Ost und West, spricht Ungarisch und Englisch, Französisch und Deutsch. In Serbien und Rumänien war sie länger unterwegs, am Brüsseler Konservatorium absolvierte sie ihren Master, arbeitete mit Musikern aus Belgien und der Schweiz. Dass auf Tell Her nun erstmals ein traditionelles ungarisches Stück zu hören ist, hat indirekt mit Harcsas vielen Beschäftigungen und Reisen zu tun. „Vetettem violát habe ich als Kind gelernt”, erklärt sie. „Ich verbringe viel Zeit im Ausland und liebe die vielfältigen kulturellen Einflüsse. Gleichzeitig fühle ich mich zunehmend mehr mit der Schönheit meiner ungarischen Wurzeln verbunden. Deswegen entschieden wir, dieses Lied aufzunehmen.“

Mit ihrem neuen Album Tell Her zeigen Veronika Harcsa und Bálint Gyémánt entschlossenen Gestaltungswillen, der unmittelbare, lebendige Ausstrahlung und  strukturelle Gedanken vereint. Hinzu kommen Harcsas poetische, englische Texte. „Eigentlich hast du als Künstler zur Zeit kaum eine Chance, nicht auf die gesellschaftlichen und politischen Vorgänge zu reagieren. Trotzdem sind meine Songs diesmal vor allem von persönlichen Erlebnissen geprägt, die mich emotional stark beschäftigt haben“, sagt Harcsa. Dazu gehören Abschiede und Verluste in der Familie, aber auch glückliche Ereignisse. „Wenn man sich über so intensive Dinge mit anderen Menschen unterhält, kann man nicht drumherum reden. In der Musik lassen sich solche Themen dagegen verarbeiten und ausdrücken, ohne allzu konkret zu werden.“ Auch wenn Harcsas Texte nicht direkt politisch Stellung beziehen, ist die Haltung des kosmopolitischen Duos klar. Zuletzt engagierte sich die Sängerin in Budapest bei einem Projekt, das aktiv und spielerisch zum Abbau von Angst vor Fremden beitrug. Schließlich ist auch die Stile übergreifende Musik von Veronika Harcsa und Bálint Gyémánt ein lebendiges Plädoyer für Offenheit und Modernität.

 

 
  

Veronika Harcsa & Bálint Gyémánt - "Tell Her"

Als im Frühjahr 2014 das erste Duo-Album von Veronika Harcsa und Bálint Gyémánt erschien, löste es bei Presse und Publikum begeisterte Reaktionen aus. Die weitgehende Reduktion auf Gesang und Gitarre lassen die Songs von Lifelover ungewöhnlich transparent, direkt und intim klingen, gleichzeitig begeistert das Duo mit einer stilistischen Spannweite von Jazz bis zu kunstvollen Popfacetten. Vor allem aber fesselt Harcsas ungewöhnlich variable Stimme. Wenn sie durch Oktaven tänzelt, Tempi variiert oder halsbrecherische Scat-Kapriolen schlägt, vereint sie herausragendes Talent und juvenilen Esprit. „Harcsa is an amazingly versatile musician, a brilliant vocalist and gifted entertainer in the best sense. She has found her very own thing and performed it on a high level with great impact.” (allaboutjazz.com)

Zwischen der Veröffentlichung von Lifelover und dem neuen Album Tell Her ist eine Menge passiert. Wo mancher zunächst die erreichten Erfolge feiern würde, suchen Harcsa und Gyémánt beständig nach künstlerischem Fortschritt. „Wir haben sehr viel live gespielt, währenddessen über die Musik reflektiert und sie konstant weiterentwickelt“, sagt Veronika Harcsa, „so fanden wir zu einem noch umfangreicheren musikalischen Vokabular.“ Und, lässt sich hinzufügen, zu einer klugen Balance, die kraftvolle Aussagen trifft, indem sie ruhigere Momente zulässt. „Bei Lifelover experimentierten wir viel mit Klängen, die ich mit meiner Stimme erzeugen kann“, erinnert sich Harcsa. Inzwischen setzt sie ihre vielen Klangfarben noch pointierter und souveräner ein.

Die neuen Songs zeigen durch kompositorische Raffinesse und kluge Details eine Verfeinerung des Ausdrucks. Besonders fällt die couragierte Ausweitung der Dynamik auf. Veronika Harcsa und Bálint Gyémánt loten jene substantielle Tiefe aus, die leisen Passagen und langen Noten inne wohnt. Darin spiegelt sich auch Harcsas Beschäftigung mit anderen Projekten, die im Klassik-Bereich angesiedelt sind. Der Song Give Time beispielsweise ist von J.S. Bachs Cello Suiten inspiriert. Gleichzeitig steuerte Jeremy Friedman als Produzent Ideen bei, erweiterte das Klangspektrum behutsam durch Schwebe-Sounds oder Loops. „Wir wollten mit jemandem arbeiten, der mehr als wir selbst im Studio zuhause ist und sich daher ständig mit Soundmöglichkeiten beschäftigt“, erklärt Harcsa, „Jeremy lernte ich kennen, als ich während meiner Konzertserie in Berlin mit seinem Vater, dem Vibraphonisten David Friedman spielte.“ Auch Balint Gyémánt war schnell überzeugt: „Jeremy erfasste intuitiv unser Ziel, einen komplexen und modernen Sound zu kreieren.“

Obwohl Veronika Harcsa Musik und Texte der meisten Songs schreibt, legt sie Wert darauf, dass die Stücke letztlich eine Gemeinschaftsarbeit sind. Essentiell für den Sound des neuen Albums ist zweifellos, dass der virtuose Bálint Gyémánt nun ausschließlich akustische Gitarre spielt, wodurch Tell Her insgesamt ein wenig mehr Richtung Singer/Songwriter-Ästhetik rückt. Gyémánt hat klassische und Jazz-Gitarre studiert und erhielt 2007 als erster ungarischer Student ein Stipendium der Academy of Music Oslo.  

Veronika Harcsa ist eine passionierte Europäerin. Sieben Jahre vor dem Fall des eisernen Vorhangs in Budapest geboren, schätzt sie bis heute offene Grenzen. Seit Jahren pendelt sie zwischen Ost und West, spricht Ungarisch und Englisch, Französisch und Deutsch. In Serbien und Rumänien war sie länger unterwegs, am Brüsseler Konservatorium absolvierte sie ihren Master, arbeitete mit Musikern aus Belgien und der Schweiz. Dass auf Tell Her nun erstmals ein traditionelles ungarisches Stück zu hören ist, hat indirekt mit Harcsas vielen Beschäftigungen und Reisen zu tun. „Vetettem violát habe ich als Kind gelernt”, erklärt sie. „Ich verbringe viel Zeit im Ausland und liebe die vielfältigen kulturellen Einflüsse. Gleichzeitig fühle ich mich zunehmend mehr mit der Schönheit meiner ungarischen Wurzeln verbunden. Deswegen entschieden wir, dieses Lied aufzunehmen.“

Mit ihrem neuen Album Tell Her zeigen Veronika Harcsa und Bálint Gyémánt entschlossenen Gestaltungswillen, der unmittelbare, lebendige Ausstrahlung und  strukturelle Gedanken vereint. Hinzu kommen Harcsas poetische, englische Texte. „Eigentlich hast du als Künstler zur Zeit kaum eine Chance, nicht auf die gesellschaftlichen und politischen Vorgänge zu reagieren. Trotzdem sind meine Songs diesmal vor allem von persönlichen Erlebnissen geprägt, die mich emotional stark beschäftigt haben“, sagt Harcsa. Dazu gehören Abschiede und Verluste in der Familie, aber auch glückliche Ereignisse. „Wenn man sich über so intensive Dinge mit anderen Menschen unterhält, kann man nicht drumherum reden. In der Musik lassen sich solche Themen dagegen verarbeiten und ausdrücken, ohne allzu konkret zu werden.“ Auch wenn Harcsas Texte nicht direkt politisch Stellung beziehen, ist die Haltung des kosmopolitischen Duos klar. Zuletzt engagierte sich die Sängerin in Budapest bei einem Projekt, das aktiv und spielerisch zum Abbau von Angst vor Fremden beitrug. Schließlich ist auch die Stile übergreifende Musik von Veronika Harcsa und Bálint Gyémánt ein lebendiges Plädoyer für Offenheit und Modernität.

 

 
  

“Virtuoses Zusammenspiel trifft auf Soundbewusstsein” NDR, Jazzalbum der Woche

„Hitverdächtig“ MDR Kultur

"Eine der besten jungen europäischen Sängerinnen [...] Ein makellos schönes Album jenseits aller Kategorisierungen, zeitgemäß, wundersam und komplemplativ." Jazzpodium

"Sämtliche elf Songs gleichen einer Wundertüte aus struktureller Klarheit, kluger Reduktion und poetischen Lyrics mit politischen Zwischentönen." Jazzthing


„Faszinierend karg und kraftvoll zugleich“ Audio

„Frei nach dem Motto „weniger ist mehr“ sind die 11 Stücke minimal instrumentiert, um der variablen und aussagekräftigen Stimme von Veronika ein weites Betätigungsfeld zu liefern. Zwischen Jazz, Pop und Klassik ist es ein Vergnügen, ihrer vokalen, emotionalen und poetischen Ausdruckskraft zu lauschen.“ inMusic

„Traumduo“ WAZ

"Veronika Harcsa unterstrich einmal mehr, was für eine wandelbare und kristallklare Stimme sie besitzt: Sie kann zwitschern wie ein Vogel, Koloraturen singen, verfügt aber auch über eine beachtliche Tiefe, die sogar das raue Timbre afroamerikanischer Jazzsängerinnen streift. Ein feiner Auftritt [...]." Weserkurier zum Auftritt in der Bremer Glocke

„Veronika kann gut und gern als die jüngere Schwester von Joni Mitchell oder Sara K durchgehen. Aufregend furchtlos.“ Märkische Allgemeine

 

Älter:

"In Budapest manifestieren sich immer wieder erstaunliche Talente. Ein herausragendes Beispiel ist das Duo der 31-jährigen Sängerin Veronika Harcsa mit dem Gitarristen Bálint Gyémánt. Harcsa beeindruckt als eine Vertreterin des neuen Traditionsstrangs weiblichen Gesangs. Der hat sich längst vom afro-amerikanischen Vorbild von Ella, Lady Day und Sarah Vaughn emanzipiert, hat ebenfalls das skandinavische Gesäusel hinter sich gelassen und vermittelt mit jungen, frischen, glasklaren Stimmen metallischen Schmelzes authentisch Einblicke in das Spannungsfeld von mädchenhafter Verletzlichkeit und Erfahrungen einer reifer Frau. Man denkt an Youn Sun Nah oder Maria Markesini. Die große sängerische Begabung von Veronika Harcsa korreliert mit der subtilen Vielfalt ihrer Kompositionen und der literarischen Qualität ihrer melancholischen englischen Texte surrealer Anmutung – vorbildlich sind sie im Booklet abgedruckt. Kongenial und virtuos begleitet wird die Sängerin und Diseuse von Bálint Gyémánt auf der akustischen Gitarre. Beide sind Mitglieder einer Formation, die mit elektronischer Musik experimentiert. Im Duo setzen sie auf reine Akustik, nur ganz diskret kommen gelegentlich Loops oder Overdubs zum Einsatz. Klarheit und Strukturiertheit sind Schlüsselbegriffe der sich gegenseitig ergänzenden, ja durchdringenden Vortragsweise der beiden. So trägt denn die feinsinnige Spannung über ein Programm von zwölf Liedern. Das wird zu einer Entdeckung und möglicherweise einer Liebe fürs Leben." RONDO

„Veronika Harcsa möchte, wie die meisten Musiker, ihre Musik nicht gern kategorisiert wissen. Und doch wird sie durch ihre erste „West“-CD „Lifelover“ (Traumton/Indigo), die sie zusammen mit ihrem Landsmann, dem ungarischen Gitarristen Bálint Gyémánt, aufgenommen hat, bei uns als hoch artifizielle und ausgereifte Singer-Songwriterin bekannt werden. […] Ihre Songs sind jedenfalls von hoher Qualität und gewinnen durch die spartanischen Arrangements noch an Intimität. […] In der Tat durchdringen sich beide Musiker auf dem Album derartig, dass sie scheinbar eins werden.“ Jazzthing

„Klarheit ist ein seltenes Gut im Jazz. So selten, dass es sofort auffällt, wenn eine Künstlerin den Mut zu absoluter Transparenz aufbringt. Veronika Harcsa ist eine junge ungarische Sängerin und Songschreiberin, deren größte Stärke gerade in dieser Klarheit liegt, die auf der Stelle verzaubert und gefangen nimmt. Mit verblüffender Leichtigkeit spielen sie und ihr Partner Bálint Gyémánt mit den Harmonien, ihre atemberaubenden Improvisationen sind so temporeich, manchmal geradezu übermütig, bleiben dabei jedoch immer strukturiert. Unerhört vielfältig in ihren Ausdrucksformen ist auch die feine Stimme von Veronika Harcsa: Sie kennt nur den direkten Weg tief aus der Seele ins Ohr.“ Happinez

„Die 31-jährige ungarische Sängerin Veronika Harcsa und der Gitarrist Bálint Gyémánt sind weit entfernt von biederer Gemütlichkeit. Nur mit Stimme, akustischer Gitarre, ein bisschen Fingersnapping  und einem sparsamen Einsatz an technischen Effekten gestalten sie die zwölf Eigenkompositionen  zu einem intensiven Hörerlebnis. Harcsa hat an der Liszt Academy of Music in Budapest studiert und verfügt über ein breites Spektrum an Gesangstechniken, die sie oftmals mit einem coolen Understatement in der Stimme zu einer ganz besonderen Intensität und Ausdruckskraft verdichtet. Dabei liebt die übrigens auch mathematisch hochbegabte Sängerin klare Strukturen und reduzierte Sounds, was gepaart mit ihrem Faible für musikalische Experimente zu interessanten Ergebnissen führt. Harcsa verweigert sich jeglichem Schubladendenken und singt nicht nur Jazziges, sondern ist auch an der experimentellen Elektronik-Band Bin-Jip und an Alternative RockProjekten beteiligt. Bálint Gyémánt ist weit mehr als ein Begleiter. Auch er verfügt über eine stupende Technik und einen beachtlichen Einfallsreichtum,  wenn es darum geht, Veronika Harcsas Stimme nicht nur zu umschmeicheln, sondern sie herauszufordern und zu immer neuen Ideen anzuspornen. Mit ihren drei Vorgängeralben erreichte Veronika Harcsa Platin in ihrer Heimat und Chart-Plätze in Japan. Es wird höchste Zeit, dass auch der Rest der Welt den kreativen Ungarn die verdiente Aufmerksamkeit schenkt.“ Kultur

„Die sensible Sängerin Harcsa und der ungarische Gitarrist Bálint Gyémánt bilden ein sympathisches sowie verschmitztes Duo, das aus seinen Werkzeugen, Saite und Stimmband, Erstaunliches hervorzuholen vermag. Zwölf englisch betitelte Songs zeigen reife und melodische Lebensliebe.“ Concerto

„Ein beeindruckendes weil sehr eigenwilliges Duo: Veronika Harcsa ist eine ungarische Sängerin/ Songschreiberin, Bálint Gyémánt spielt akustische Gitarre, meist minimalistisch, dann auch mal geräuschhaft und angereichert mit Loops und Overdubs. Ein perfekt und kreativ interagierendes Paar, das in einem anderen Projekt, der Band BinJip ebenfalls gemeinsam experimentelle elektronische Musik produziert. Gitarrist Bálints klangliches Repertoire ist schon alleine mit der Acoustic umwerfend, dieser Musiker hat wirklich Spektrum. Ein tolles Duo.“ Gitarre & Bass

"Eigentlich ist ja hier alles ganz einfach: Die ungarische Vokalistin und Komponistin Veronika Harcsa singt und ihr Landsmann Bálint Gyémánt spielt dazu akustische Gitarre, und es gibt mitunter Loops und Overdubs für "Nebengeräusche" . Zu hören ist eine radikal klare Musik, die zu 80 Prozent dem Jazz, zu 15 Prozent der zeitgenössischen Klassik und zu fünf Prozent der Popmusik zuzuordnen ist. Harcsa ist hierbei für die weiche, emotionale Ebene zuständig, aber ihr Gesang verlässt oft gewohnte Bahnen, die Stimme weicht in den Scatgesang aus und endet in unentwirrbaren, wortlosen Klangknäueln. Das erinnert an experimentelle Sängerinnen wie Diamanda Galas, Meredith Monk oder Sidsel Endresen und ist garantiert gewöhnungsbedürftig. Dass Partner Gyémánt den abstrakten kühleren Part übernimmt macht die Musik nicht wesentlich zugänglicher. Eine in jeder Hinsicht mutige Platte!" Good Times

„Auf „Lámpafény“ ließ Veronika Harcsa den Gitarristen neben ihrem Quartett gastieren, seit etwa zwei Jahren arbeiten sie auch als Duo: Die Sängerin, bei der elegante Vierteltöne und hintergründiges Vibrato zum Handwerk gehören, und Bálint Gyémánt setzen auf akustische Klänge, lediglich ein paar Overdubs und Loops gestatten sie sich zur Entfaltung ihrer Musik, die trotz der deutlichen Beschränkung auf Stimme, Saitentöne und Handclaps frei wirkt. Räumlichkeit und Transparenz kennzeichnen ihre Kommunikation. Und wären da nicht die beachtenswerten Texte von Harcsa, könnte von einem unmittelbaren Miteinander von Stimme und Saiten die Rede sein, so spannungsreich kreisen sie umeinander, schaukeln sich gegenseitig hoch, halten sich zurück, finden eine gemeinsame Wolke, entwickeln dramatische Dynamik. Die beiden Ungarn betreiben mit der Band Bin-Jip noch ein anderes Projekt, wo Elektronik und Härte im Fokus stehen. Vielleicht ist dieser Gegenpol Garantie für eine fragile, schöne musikalische Beziehung wie die der beiden Magyaren.“ Jazzthing

"Die Kombination von weiblicher Stimme und akustischer Gitarre lässt an Singer-Songwriter denken - sanftes Säuseln zur Klampfe? Fehlanzeige! Das Duo der ungarischen Sängerin Veronika Harcsa und des Gitarristen Bálint Gyémánt überrascht mit eigenwillig jazzigen Stücken. Da gibt es Skat-Gesang unisono mit der Gitarre, Instrumental-Soli, Flamenco-hafte rhythmische Klatscheinlagen. Gelegentliche Loops signalisieren Pop-Nähe. Aber die Harmonien und Improvisationen offenbaren, dass Harcsa ihr Handwerk an der Jazzabteilung der Budapester Musikakademie gelernt hat. Ihr Duo-Album mit dem Gitarristen Gyémánt erzielt mit minimalem Aufwand eine tolle Wirkung!spiegelonline.de

 
  

Veronika Harcsa & Bálint Gyémánt - "Tell Her"

Als im Frühjahr 2014 das erste Duo-Album von Veronika Harcsa und Bálint Gyémánt erschien, löste es bei Presse und Publikum begeisterte Reaktionen aus. Die weitgehende Reduktion auf Gesang und Gitarre lassen die Songs von Lifelover ungewöhnlich transparent, direkt und intim klingen, gleichzeitig begeistert das Duo mit einer stilistischen Spannweite von Jazz bis zu kunstvollen Popfacetten. Vor allem aber fesselt Harcsas ungewöhnlich variable Stimme. Wenn sie durch Oktaven tänzelt, Tempi variiert oder halsbrecherische Scat-Kapriolen schlägt, vereint sie herausragendes Talent und juvenilen Esprit. „Harcsa is an amazingly versatile musician, a brilliant vocalist and gifted entertainer in the best sense. She has found her very own thing and performed it on a high level with great impact.” (allaboutjazz.com)

Zwischen der Veröffentlichung von Lifelover und dem neuen Album Tell Her ist eine Menge passiert. Wo mancher zunächst die erreichten Erfolge feiern würde, suchen Harcsa und Gyémánt beständig nach künstlerischem Fortschritt. „Wir haben sehr viel live gespielt, währenddessen über die Musik reflektiert und sie konstant weiterentwickelt“, sagt Veronika Harcsa, „so fanden wir zu einem noch umfangreicheren musikalischen Vokabular.“ Und, lässt sich hinzufügen, zu einer klugen Balance, die kraftvolle Aussagen trifft, indem sie ruhigere Momente zulässt. „Bei Lifelover experimentierten wir viel mit Klängen, die ich mit meiner Stimme erzeugen kann“, erinnert sich Harcsa. Inzwischen setzt sie ihre vielen Klangfarben noch pointierter und souveräner ein.

Die neuen Songs zeigen durch kompositorische Raffinesse und kluge Details eine Verfeinerung des Ausdrucks. Besonders fällt die couragierte Ausweitung der Dynamik auf. Veronika Harcsa und Bálint Gyémánt loten jene substantielle Tiefe aus, die leisen Passagen und langen Noten inne wohnt. Darin spiegelt sich auch Harcsas Beschäftigung mit anderen Projekten, die im Klassik-Bereich angesiedelt sind. Der Song Give Time beispielsweise ist von J.S. Bachs Cello Suiten inspiriert. Gleichzeitig steuerte Jeremy Friedman als Produzent Ideen bei, erweiterte das Klangspektrum behutsam durch Schwebe-Sounds oder Loops. „Wir wollten mit jemandem arbeiten, der mehr als wir selbst im Studio zuhause ist und sich daher ständig mit Soundmöglichkeiten beschäftigt“, erklärt Harcsa, „Jeremy lernte ich kennen, als ich während meiner Konzertserie in Berlin mit seinem Vater, dem Vibraphonisten David Friedman spielte.“ Auch Balint Gyémánt war schnell überzeugt: „Jeremy erfasste intuitiv unser Ziel, einen komplexen und modernen Sound zu kreieren.“

Obwohl Veronika Harcsa Musik und Texte der meisten Songs schreibt, legt sie Wert darauf, dass die Stücke letztlich eine Gemeinschaftsarbeit sind. Essentiell für den Sound des neuen Albums ist zweifellos, dass der virtuose Bálint Gyémánt nun ausschließlich akustische Gitarre spielt, wodurch Tell Her insgesamt ein wenig mehr Richtung Singer/Songwriter-Ästhetik rückt. Gyémánt hat klassische und Jazz-Gitarre studiert und erhielt 2007 als erster ungarischer Student ein Stipendium der Academy of Music Oslo.  

Veronika Harcsa ist eine passionierte Europäerin. Sieben Jahre vor dem Fall des eisernen Vorhangs in Budapest geboren, schätzt sie bis heute offene Grenzen. Seit Jahren pendelt sie zwischen Ost und West, spricht Ungarisch und Englisch, Französisch und Deutsch. In Serbien und Rumänien war sie länger unterwegs, am Brüsseler Konservatorium absolvierte sie ihren Master, arbeitete mit Musikern aus Belgien und der Schweiz. Dass auf Tell Her nun erstmals ein traditionelles ungarisches Stück zu hören ist, hat indirekt mit Harcsas vielen Beschäftigungen und Reisen zu tun. „Vetettem violát habe ich als Kind gelernt”, erklärt sie. „Ich verbringe viel Zeit im Ausland und liebe die vielfältigen kulturellen Einflüsse. Gleichzeitig fühle ich mich zunehmend mehr mit der Schönheit meiner ungarischen Wurzeln verbunden. Deswegen entschieden wir, dieses Lied aufzunehmen.“

Mit ihrem neuen Album Tell Her zeigen Veronika Harcsa und Bálint Gyémánt entschlossenen Gestaltungswillen, der unmittelbare, lebendige Ausstrahlung und  strukturelle Gedanken vereint. Hinzu kommen Harcsas poetische, englische Texte. „Eigentlich hast du als Künstler zur Zeit kaum eine Chance, nicht auf die gesellschaftlichen und politischen Vorgänge zu reagieren. Trotzdem sind meine Songs diesmal vor allem von persönlichen Erlebnissen geprägt, die mich emotional stark beschäftigt haben“, sagt Harcsa. Dazu gehören Abschiede und Verluste in der Familie, aber auch glückliche Ereignisse. „Wenn man sich über so intensive Dinge mit anderen Menschen unterhält, kann man nicht drumherum reden. In der Musik lassen sich solche Themen dagegen verarbeiten und ausdrücken, ohne allzu konkret zu werden.“ Auch wenn Harcsas Texte nicht direkt politisch Stellung beziehen, ist die Haltung des kosmopolitischen Duos klar. Zuletzt engagierte sich die Sängerin in Budapest bei einem Projekt, das aktiv und spielerisch zum Abbau von Angst vor Fremden beitrug. Schließlich ist auch die Stile übergreifende Musik von Veronika Harcsa und Bálint Gyémánt ein lebendiges Plädoyer für Offenheit und Modernität.

 

 
 

 

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