Sinead O'Connor

 

 

Photocredit: Donal Moloney
Territory: Germany, Austria, Switzerland



Singer & Songwriter

 

       

 

http://www.sineadoconnor.com/

  

Die wundervolle Streiterin, emotionale Kämpferin, laut schreiende Engelsstimme Sinéad O'Connor kommt zurück nach Deutschland, Österreich und die Schweiz! Nach längerer Auszeit war sie schon 2013 auf gefeierter Welttour unterwegs, hat aber damals den deutschsprachigen Raum ausgelassen. 2014 und 2015 kommt sie endlich mit neuem Album auch zurück zu uns!

Sinéad O'Connor ist weit mehr als die "Stimme einer Generation". Sie macht nach wie vor keinen Halt vor der Kirche oder der Musikindustrie, Popsternchen oder Staatspräsidenten. Sie war, ist, und wird immer sein: die Stimme, die sich einmischt. Und was für eine Stimme!

 

 
  

Sinéad O'Connor wurde im Dezember 1966 in Glenageary (heutiges County Dublin) als drittes von insgesamt fünf Kindern geboren. Ihre Eltern hatten jung geheiratet und trennten sich nach einer turbulenten Beziehung, als Sinéad acht Jahre alt war. Das Mädchen lebte bis 1979 bei ihrer Mutter, zog dann aber zum Vater und dessen neuer Frau. Im pubertierenden Alter von 15 Jahren sorgte sie durch Ladendiebstähle und Schulschwänzen für Aufsehen. Man steckte sie deshalb in eines der berüchtigten Magdalenenheime. Dort konnte sie zwar ihr musikalisches Talent fortentwickeln, litt gleichzeitig aber unter dem herrschenden Konformitätszwang. Ihr Vater schickte sie 1983 auf eine der liberaleren Quaker Boarding Schools. Eine ihrer Lehrerinnen ermutigte Sinéad dazu und unterstützte sie auch dabei, ein 4-Track-Demo aufzunehmen. Darauf waren zwei Coversongs und zwei eigene Stücke enthalten, wovon eines später sogar auf O'Connors Debütalbum landete. Gemeinsam mit Colm Farrelly formierte sie nun ihre erste Band Ton Ton Macoute. Musikalisch orientierte man sich ambitioniert an gängiger Weltmusik, doch viele Beobachter hielten die Bühnenpräsenz der Sängerin bereits für das herausragende Merkmal der Gruppe. Am 10. Februar 1985 kam O'Connors Mutter durch einen Autounfall ums Leben. Trotz des schwierigen persönlichen Verhältnisses zwischen Mutter und Kind erlebte die Musikerin das schreckliche Ereignis als dramatischen Lebenseinschnitt. Kurz danach verließ sie die Band und zog nach London.

Sinéad O'Connors Karriere
Die 1980er
Einige Akteure aus dem Musikgeschäft waren mittlerweile auf Sinéad O'Connor aufmerksam geworden. Bei Ensign Records unterschrieb sie schließlich ihren ersten Vertrag und der erfahrene Manager Fachtna O'Ceallaigh stellte sich ihr zur Seite. Die erste Frucht dieser Zusammenarbeit war ein Beitrag auf dem Filmsoundtrack zu „Captive”: In Kollaboration mit The Edge von U2 komponierte und sang sie hierfür den Song „Heroine”. Aus ihren politischen Ansichten und ihrer Meinung über Musikerkollegen machte O'Connor zum damaligen Zeitpunkt keinen Hehl. So verteidigte sie zum Beispiel einige Taten der IRA und bezeichnete U2s Musik zweideutig als „bombastisch”.
Spannend ging’s nicht zuletzt auch im Studio zu: Man ließ Sinéad nun mit dem Produzentenveteran Mick Glossop arbeiten, über den sie sich später jedoch mockierte. Zu unterschiedlich waren die Meinungen zum gerade entstehenden Debütalbum… und vier Monate bereits geleisteter Arbeit schließlich verloren. Mitten in diese Phase hinein wurde O’Connor schwanger, doch O'Ceallaigh vermochte alles in die richtigen Bahnen zu lenken. Er überredete die Plattenfirma dazu, O’Connor das Album selbst produzieren zu lassen – eine kluge Entscheidung !
„The Lion and the Cobra” erschien 1987 und wurde nach der Veröffentlichung als „Sensation” gefeiert. Es erreichte nicht nur Gold-Status, sondern brachte Sinéad zudem eine Grammy -Nominierung für die „Best Female Rock Vocal Performance” ein.

Die 1990er
1990 erhielt auch Sinéad O’Connors zweites Album „I Do Not Want What I Haven't Got” große Aufmerksamkeit und positive Besprechungen, u.a. vom New Musical Express, in dessen vielbeachteten Bestenlisten es den zweiten Platz beim „Album des Jahres” belegen konnte. Im Mittelpunkt der guten Kritiken standen immer wieder O’Connors einmalige Stimme und das herausragende Songwriting. Aber sie war auch darüber hinaus eine ganz besondere Erscheinung: Der rasierte Schädel entwickelte sich schnell zum Markenzeichen, außerdem wirkte sie oft wütend oder verwirrte die Szene durch ihren Kleidungsstil.
„I Do Not Want What I Haven't Got” wird für alle Zeiten aber vor allem mit einer Geschichte verknüpft sein: Der unglaublichen Erfolgsgeschichte des berührenden Songs „Nothing Compares 2 U”. Ursprünglich wurde der Hit von Prince komponiert und mit seinem Nebenprojekt The Family gespielt. Sinéads Version schlug massiv sein, erreichte Platz 1 der Charts in zahlreichen Ländern und sorgte für Grammy-Nominierungen in den Rubriken „Record of the Year” und „Best Female Pop Vocal Performance”. Gewinnen konnte sie schließlich den Grammy für die „Best Alternative Music Performance”, aber die Irin boykottierte die Preisverleihung.
Nachdem O’Connor neun Jahre lang immer zwischen London und Los Angeles gependelt hatte, kehrte sie im Spätjahr 1992 zurück nach Dublin, um dort mit ihrer Schwester zusammenzuleben und sich auf die Erziehung ihres heranwachsenden Sohnes zu konzentrieren.
Am 3. Oktober 1992 gab O'Connor eine erinnerungswürdige Gastperformance in der Sendung Saturday Night Live. Sie lieferte eine beeindruckende a-capella-Version von Bob Marleys Titel "War", den sie zu einer Anklage der Römisch-Katholischen-Kirche uminterpretierte, indem sie im Text das Wort “racism” durch “child abuse” ersetzte. Zum nächsten Stichwort „evil” hielt sie ein Foto des Papstes Johannes Paul II in die Kamera – und riss es in Fetzen. Dabei rief sie „fight the real enemy” und feuerte die Papierstücke durch die Luft. Das Publikum reagiert darauf mit kompletter Stille. Keine Worte, keine Buhs – aber auch kein Applaus. „Die gesamte Luft entwich auf einen Schlag aus dem Studio”, erinnert sich der zuständige TV-Produzent, der die Performance selbst irgendwo zwischen „Betrug” und „ernsthaftem Statement” einordnete.
Das etwas konventioneller gehaltene, 1994 veröffentlichte Album „Universal Mother” konnte nicht an Sinéads vorhergehende Erfolge anknüpfen. Sie ging 1995 mit Lollapalooza auf Tour, verließ diese jedoch wieder, als sie erneut schwanger wurde. 1997 folgte „The Gospel Oak”-EP dem gleichen Schicksal wie Universal Mother drei Jahre zuvor.


Die 2000er
Ihr Coming Out und dessen Widerruf begleiteten das Release des 2000 herausgebrachten Albums „Faith and Courage”, zu dem auch Wyclef Jean und Dave Stewart ihren Teil beigesteuert hatten.
Zwei Jahre später markierte „Sean-Nós Nua” einen musikalischen Wandel. O'Connor lieferte hierauf – so umschrieb sie es selbst – „sexed up traditional Irish folk songs”, wovon etliche auch in ihrer Heimatsprache gehalten waren. Das Cover eines bekannten kanadischen Liedes schien ihr emotional aber besonders nahe zu sein: Sie interpretierte das Stück „Peggy Gordon” als Lied über eine lesbische Liebe. In der Dokumentation „Song of Hearts Desire” erklärt Sinéad, dass die Inspiration dazu durch eine lesbische Freundin hervorgerufen wurde, die den Verlust ihrer Partnerin betrauerte.
Eine kurze Auszeit und eine Erkrankung an chronischem Faser-Muskel-Schmerz folgten, doch allen Sorgen zum Trotz war schnell klar, dass Sinéad O’Connor keinesfalls ernsthaft an ein Karriereende dachte. Daran, das Komponieren mainstream-orientierter Musik zu beenden, dachte sie aber durchaus: Sobald sie ihre Krankheit im Griff hatte und nach einem längeren Aufenthalt in Jamaika lieferte sie Ende 2005 das reaggae-inspirierte Album „Throw Down Your Arms” ab.
Die neuen Songs, darunter die gleichnamige Single, die sie auch in der „Late Late Show” darbot, wurden von Fans und Kritikern ausgesprochen positiv aufgenommen. Mit kritischen Statements zum Irakkrieg und der Rolle, die der Flughafen Shannon dabei als Drehkreuz spielte,
zeigte Sinéad auch politisch wieder ihre gewohnte Kraft.


Die 2010er
Doch das neue Jahrzehnt begann mit einem Auf und Ab. Zuerst kündigte das irische Musikidol an, dass sie Anfang 2012 ein neues Album namens „Home” veröffentlichen wolle. Im Herbst 2011 folgten weitere Einzelheiten: „How About I Be Me (And You Be You)?” werde das neue Werk nun heißen und am 20. Februar
2012 erscheinen. Natürlich wurde rund um das Release eine umfassende Tour geplant. Doch im damaligen April musste O’Connor bekanntgeben, dass sie einen Zusammenbruch erlitten hatte und sich nicht in der Lage fühle, die Tour durchzuführen.
Glücklicherweise hatte sich Sinead O’Connor etwa ein halbes Jahr später wieder erholt. Vor einem handverlesenen Publikum spielte sie eine akustische Comeback-Performance im außergewöhnlichen Ambiente der St. Pancras-Kirche. Tief beeindruckt äußersten sich einige der geladenen Gäste in ihren Medien:
„Das hat mich total umgehauen – dieser Gig ist in meinen Top Ten aller Zeiten” (Tim Arthur – Time Out-Magazin)
„Welch ein Privileg, hier dabei gewesen sein zu dürfen – Danke” (Jane Czyelska – Diva-Magazin)
„Sie war aufregend, wunderschön sowie in bester Form und Laune. Ich bin froh, dass ich hier war” (Nick Duerden – Q/Independent on Sunday)
Ein Auftritt in der britischen Kult-Musiksendung „Later with Jools Holland” brachte ihr Ende 2012 eine weitere besondere Ehre ein: Als Antwort auf die Frage, wer die beste Performance der gesamten Staffel hingelegt habe, wurde Sinéad O’Connor von den BBC-Zuschauern auf den ersten Platz gewählt.


2013
Sinead O’Connor tourte 2013 durch Europa und die USA, um ihr Album „How About I be me” und die neue Single „4th and Vive” live zu promoten. Insgesamt standen mehr als sechzig Konzerte und Festivalauftritte auf dem Spielplan. Nach ihrer Show in Dublin konnte man im Irish Independent lesen:
„(…) als die kahlköpfige Sängerin die Konzerthalle in andächtige Stille versetzt, während sie eine aufwühlende Version von ‘I Am Stretched On Your Grave’ aufführt, wird mit einem Mal glasklar, über welch kollosales Talent sie verfügt (…)”
Außerdem spielte O’Connor im Sommer desselben Jahres ausverkaufte, triumphal gefeierte Konzerte unter dem Titel „The Gospel Sessions” in New York, schließlich führte sie die „The American Kindness“-Tour noch zu mehreren Shows in Chicago, Buffalo und anderen amerikanischen Groß- und Kleinstädten.


2014"I'm Not Bossy, I'm The Boss"
Soeben stellt Sinéad O’Connor ihr neustes Album „I'm not bossy, I'm the Boss“ fertig. Im August 2014 werden wir es hören können. Eine anschließende Welttournee wird den außergewöhnlichen irischen Star dann durch vier Kontinente führen.

 

Diskografie
• 1987: The Lion and the Cobra
• 1990: I Do Not Want What I Haven't Got
• 1992: Am I Not Your Girl?
• 1994: Universal Mother
• 2000: Faith and Courage
• 2002: Sean-Nós Nua
• 2005: Throw Down Your Arms
• 2007: Theology
• 2012: How About I Be Me (And You Be You)?
• 2014: I'm Not Bossy, I'm The Boss

 
  

"Vom selbstbewussten Pop der 47-Jährigen können jüngere Kolleginnen lernen" Stern

„Massenspektakel killed the radio star? Reicht das einzelne Konzert nicht mehr als Erlebnis? Müssen statt nur Musik auch immer noch andere Geschichten erzählt werden können? Angesichts des Haufens wüster Geschichten, die über Sinéad O'Connor in den vergangenen 20 Jahren so verbreitet wurden, kann ihr neues Album eigentlich gar nicht von ihr sein. Es ist derart konzentriert und stringent, dass man unbedingt einen gefestigten Geist, eine ruhig komponierende Künstlerhand dahinter vermutet. Privat also mag die Sängerin labil sein, in der Musik scheint sie einen belastbaren Halt gefunden zu aben, den sie netterweise immer noch regelmäßig anderen zur Verfügung stellt.“ Süddeutsche Zeitung

„Wohl selten wurde eine Sängerin einerseits so sehr mit einem einzigen Song verbunden und hat es dennoch gleichzeitig geschafft, eben kein One Hit Wonder zu sein, sondern eine allseits respektierte Künstlerin. Auch wenn Sinead O’Connor mit dem von Prince geschriebenen “Nothing Compares 2 U” auf ewig verbunden sein wird, ist ihr Charakterkopf und ihre streitbare Persönlichkeit weit mehr bekannt als das ein 80er-Kuschelrock-Song allein je rechtfertigen würde. […] Auch im zehnten Album ihrer Karriere ist die irische Sängerin weiter für Überraschungen gut.“ taz

"Auf dem Zenit ihres Songwritings" +  "'I¹m Not Bossy, I¹m The Boss' stellt ein weiteres Highlight in Sinéad O¹Connors Karriere dar. Künstlerisch
scheint sie ihren Platz gefunden zu haben, sie überzeugt lieber durch großartige Kritiken in der Musikpresse als Schlagzeilen der Klatschpresse."
t-online

 

 
  

SINÉAD O’CONNOR ändert Albumtitel zu I’M NOT BOSSY, I’M THE BOSS

Die gefeierte, irische Sängerin SINÉAD O’CONNOR veröffentlicht ihr brandneues Studioalbum I’M NOT BOSSY, I’M THE BOSS am 8. August 2014 via Nettwerk Records. Die erste Single “Take Me To Church” erscheint bei uns bereits am 18. Juli 2014.
I’M NOT BOSSY,  I’M THE BOSS ist der Nachfolger des von Kritikern hoch gelobten HOW ABOUT I BE ME (AND YOU BE YOU)? aus dem Jahr 2011.
I’M NOT BOSSY, I’M THE BOSS beinhaltet zwölf neue Songs, die das Beste von SINÉAD und das, was sie so besonders macht, demonstrieren; leidenschaftlich und direkt, aber mit einer allumfassenden zerbrechlichen Schönheit durchzogen.
Frisch bei Nettwerk Records unter Vertrag genommen, ist I’M NOT BOSSY, I’M THE BOSS das zehnte Album in einer mehr als 25 Jahre umspannenden Karriere. SINÉAD O’CONNOR ist ein seltenes Phänomen in der Popmusik: Eine vollkommen einzigartige Künstlerin.
Von Ihrem Durchbruch mit “Mandinka” im Jahre 1987 und dem mehrfach mit Platin ausgezeichnetem internationalem Erfolg von I DO NOT WANT WHAT I HAVEN’T GOT mit dem unvergesslichen Nummer 1 Hit von Princes “Nothing Compares 2 U” in 1990 bis hin zum neuen Album, hat SINÉAD zu überraschen und zu erfreuen gewusst.
Von einer Millionen Scheiben verkaufenden Künstlerin bis hin zu ihrer furchtlosen Genre überschreitenden Vorstößen in den irischen Folk und Roots Reggae sowie Kollaborationen mit Künstlern wie Peter Gabriel, Massive Attack und The Chieftains hat SINÉAD einen einmaligen Pfad beschritten, um die ikonischste weibliche, irische Künstlerin der letzten 30 Jahre zu werden.


 

 
 

 

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 On Tour

05.07.2015 - Lörrach - Stimmenfestival
17.05.2015 - Berlin/Bernau - Siebenklang Festival
15.05.2015 - Baden Baden - Kurhaus
14.05.2015 - Gera - Songtage
05.07.2014 - Wien - Jazzfestival
 

 Video

Sinead O'Connor on Later with Jools Holland, 2012